Archive for the ‘Kurz verlinkt’ Category

Zitat der Woche

Author: Martin

[...] Anders als jene Jungkünstler aus westlichen Mittelschichtsfamilien, die sich in einschlägigen Kneipen flott eine Boheme-Aura ansaufen und die mit Besuchen in den angesagten Städten (»Der Künstler lebt und arbeitet in Istanbul, Los Angeles und Berlin«) ein wenig Abwechslung in den kurzen Lebenslauf zu bringen versuchen, müssen sich die Alten eine spannende Biografie nicht mehr erarbeiten. [...]

Aus “Von der uralten Schule“, einem Artikel der Zeit über die Neuentdeckung alter Kunstschaffender.

Wie ich dieser Tage hier anhand des Beispiels einer Website über die Verteilung der Mittel aus deren Konjunkturprogramm schon schrieb, verhält sich die US-Regierung im Vergleich zur Deutschen sehr vorbildlich, was die Offenheit angeht, mit der sie ihre Daten offen legt. Ich schrieb in dem Artikel, dass es meiner Meinung nach noch ein wenig Nachholbedarf beim deutschen Pendant der angesprochenen Internetseiten gibt.

Heute fand ich ein noch viel gravierenderes Beispiel dafür, dass de US-Regierung, entgegen ihres Rufes, sehr viel offener damit um geht, wie sie ihre Gelder, die Steuergelder der Bürger, ausgibt: USAspending.gov

In diesem Internetportal sind die Zahlen für die Jahre 2002 bis heute aufgelistet. Auf den Dollar genau. Der Besucher kann mit angenehm wenigen Mausklicks herausfinden, welche Firmen zum Beispiel wie viel Geld aus den Regierungskassen erhalten. Es wird dabei nicht nur gelistet, welche Firmen insgesamt wie viel bekommen, sondern für was genau das Geld tatsächlich verwendet werden soll. So lässt sich zu Beispiel genau nachvollziehen, wie viele der Dollar, die zum Beispiel die Firma Boeing erhält, tatsächlich für Rüstungsprojekte ausgegeben werden, und wie viel für friedliche Zwecke, wie beispielsweise Fluggeräte oder Wartungen derselben für einzelne Departments.
Auch kann jeder Interessierte herausfinden, wie viel Geld ein einzelnes Department aus dem Budget von 2009 erhält, und wie viel davon beispielsweise für vielleicht unnötige Verwaltungsarbeit verloren geht.

Ich kenne nun keine Seite der deutschen Regierung, die derart vorbildlich für den Bürger aufschlüsselt, was mit seinen Steuergeldern geschieht. Und sollte es so etwas geben, würde ich mich in den Kommentaren über einen Hinweis freuen.

Man redete in den letzten Jahren viel über den Durchschnittsamerikaner und seinen Patriotismus. Klar nervt es den abgeklärten Deutschen schnell, wenn der Ami mit seinem geliebten Fähnchen wedelt. Allerdings muss ich auch zugeben, dass der Amerikaner eine Menge Gründe hat, sein Land zu lieben. Die von mir neu entdeckte Informationsfreiheit und Offenheit der Obama-Regierung ist für mich einer dieser Gründe, die USA mehr zu mögen als meine Noch-Heimat Deutschland.

Kurz verlinkt (3)

Author: Martin

Was die San Franciscans an der “German Primary” wohl am meisten interessiert:

http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/n/a/2009/08/13/international/i100637D19.DTL

Kurz verlinkt (2)

Author: Martin

Es gibt selten einen Artikel, der mich über fünf Seiten in seinen Bann zieht und den ich gerne zuende lese. Dieser hier ist so einer.

Justus Bender stellt die Frage, ob die Studenten und die Jugend von heute überhaupt noch Ideologien haben, die sie vertreten, und warum es seit Jahren keinen neuen Rudi Dutschke mehr gegeben hat. Er trifft mit seiner Frage einen wichtigen Punkt: Wie wird die Zukunft gestaltet werden, wenn deren Architekten, anders als die vorhergehenden Generationen, kein festes Weltbild mehr haben, und keine Ideologie, an der sich ein Maßstab legen lässt?
Der Schluss, den er zieht, ist gleichsam faszinierend wie auch überraschend optimistisch.

Woran kann ich noch glauben? – von Justus Bender

Kurz verlinkt (1)

Author: Martin

Ein sehr gelungener Kommentar zur aktuell laufenden (und mich furchtbar aufregenden, weil gänzlich überflüssigen) Diskussion über die “Dienstwagen-Affäre” unserer Gesundheitsministerin auf Zeit Online:

Die Paris-Sause