Archive for July, 2009

Kurz verlinkt (1)

Author: Martin

Ein sehr gelungener Kommentar zur aktuell laufenden (und mich furchtbar aufregenden, weil gänzlich überflüssigen) Diskussion über die “Dienstwagen-Affäre” unserer Gesundheitsministerin auf Zeit Online:

Die Paris-Sause

Ich sitze hier seit Tagen und feile an Verträgen für eine Sache herum, die ich seit langer Zeit plane. Und da gibt es einen Paragraphen, an dem ich nun seit Stunden herum schreibe und ändere, weil er mir einfach nicht richtig gefallen will. Es läuft keine Musik, das Fenster steht offen, und abgesehen von den gelegentlich vorbei rumpelnden Zügen vor dem Haus und der immerwährenden großstadtesken Automotorenkulisse höre ich heute den ganzen Nachmittag schon über dem Haus kreisende Möwen. Ja wohl, Möwen. Und nicht diese taubengroßen Rhein-Möwen, die man hier tagtäglich sieht, sondern richtig ordentliche und große Seemöwen. Die müssen wohl von der Nordsee hier herunter geflogen sein.

Klingt jedenfalls fast schon wie zuhause in San Francisco. Hilft bei meinem Fern-/Heimweh nicht wirklich weiter, ist aber trotzdem schön.

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Ach, da war noch was. Mein Satz der Woche: Nicht jeder Stuhl ist Scheiße.

Happy 4th of July!

Author: Lisa

Independence Day

Eigentlich könnte man jetzt nochmal Pig Pens schön “geflötete” Version des Star Spangled Banners abspielen, andererseits bekäme mann dann sicherlich wieder aus manchen Richtungen zu hören man sei ein Fremdpatriot. Ist ja auch irgendwie wahr.

Trotzdem ist der Independence Day, der Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten von Amerika, ein Ereignis welches häufig komplett falsch eingeschätzt wird. Einige Leute die mir so in meinem Leben begeneten ließen sich meist sehr negativ über den vierten Juli in den USA aus, wenn das Thema zur Sprache kam. Bisweilen hab ich den Eindruck als fühlten sie sich ein kleines Bisschen bedroht von all dem Patriotismus.

Dass Deutschland sich nur zum Fußball traut eine Fahne herauszuholen und sich igendwie patriotisch zu geben ist allseits bekannt. Ich finde es nachwievor bescheuert. Mittlerweile lebt die dritte, wahlberechtigte Generation nach dem Nationalsozialismus in Deutschland, und man ist noch immer von Angst erfüllt wenn man die deutsche Flagge auch nur anschaut. Und das liegt daran weil man sich immer wieder von außen einreden lässt dass Deutschland das Schlimmste aller Kriegsverbrechen begangen habe. Jeder scheint mit jedem Schritt noch immer Angst zu haben als Nazi geoutet zu werden, dabei sollte sich Deutschland doch trotz aller Neo-Nazis bewusst darüber sein dass die Geschichte in jedem Kopf angekommen ist. Wir werden ja oft genug daran erinnert. Außerdem hat jede Nation ein solches dunkles Kapitel, doch darüber scheinen sich viele Deutsche nicht im Klaren zu sein. Sie glauben sich immer auf einsamen Posten mit ihrer Vergangenheit. Anstelle allerdings ein gesundes Selbstbewusstsein und einen positiven, von Rassismus freien Patriotismus für dieses Land zu entwickeln ziehen die Deutschen den Schwanz ein. Sie trauen sich nicht stolz ob ihrer Herkunft zu sein, außer es ist ein Ball, 11 Leute im Trikot, eine Fankurve und viel Alkohol im Spiel. Traurig.

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